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FRÜHJAHRSKURS 2019:

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Schlecht geschnüffelt, hochgeguckt
eine kleine Maus verschluckt...
Fand den Ort nicht wo gewinkelt,
mehrfach in die Spur gepinkelt...
Einmal leider Platz vergessen,
Gänseblümchen aufgefressen...
Hundeführer schlimm genarrt,
zweites Suchobjekt verscharrt...
Zwölf Kartoffel fein sortiert,
toten Maulwurf exhumiert...
Fährtenleine durchgekaut,
hinterm Hasen abgehaut...
Bin der liebste Hund von allen,
Richter sagte: „Durchgefallen!“


Bericht zum Thema Fährtenarbeit

Jeder Hund ist auf Grund seiner ererbten Instinktveranlagung von Anfang an triebhaft bestrebt eine Wildfährte zu verfolgen und seine Beute zu schlagen. Diese Instinkteigenschaft wird beim Jagdhund durch gezielte Ausbildung vertieft und durch den Menschen steuerbar beeinflusst. Somit ist der Jagdhund in der Lage durch seinen ererbten Instinkt und seine eigene Erfahrung, jene Fährten zu verfolgen denen ein Individualgeruch eines bestimmten Tieres anhaftet, welches für ihn auch beuteträchtig ist.

Der Hund kann anhand dieses Individualgeruches genau feststellen um welches Tier es sich handelt. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Tiere nur überleben und sich behaupten können, weil sie Beute und Feind erkennen und unterscheiden können. Das ist die Bestätigung, dass der Individualgeruch als sozusagen Leiter und Informant auf der Fährte haftet. Ferner wurde erkannt und bewiesen, dass die Erdzerstörung kein lebendes Tier in der freien Natur interessiert.

Nun kommen wir zur Umstellung und Ausbildung eines anstehenden Gebrauchshundes zur Menschenfährte oder Spurensuche. Die Umstellung oder auch Einstellung auf eine Menschenfährte muss man mit Leitmotiven einer anderen Art als die des Individualgeruches durchführen. Es ist klar, dass der Hund der auf Grund seines ererbten Jagd- und Beutetriebes und der sicherlich gemachten Selbsterfahrung im Bereich der Jagd die Menschenfährte, sofern ihn kein Bezugsmerkmal, zu einer ihm bekannten Person gegeben ist, zunächst ablehnt. Das ist plausibel, da von dieser Menschenfährte kein Beutereiz ausgeht.

Also müssen wir unserem Hund die Menschenfährten reizvoll gestalten, so dass seine ererbten Triebe dadurch angeregt werden. Dieser anzuregende oder umzuleitende Trieb ist der Beutetrieb. Der Gebrauchshund muss also wie der Jagdhund Beute auf der Menschenfährte finden. Dies können z.B. kleine Fleisch oder Wurststücke, oder am Ende der Fährte eine gefüllte Futterschüssel als Belohnung sein.

Mit zunehmender Reizanregung des Hundes werden der Trieb zur Suche und die Beute zu finden intensiviert. Somit wird die Menschenfährte, von der nun ein besonderer Reiz ausgeht, für unseren Hund äußert interessant und schafft bei ihm durch die wiederkehrende Erfahrung eine solide Basis für die Fährte. Das Triebverhalten des Hundes ist regelbar indem man den Hungerzustand des Hundes hebt oder senkt. Man sollte nie mit einem satten Hund eine Fährtenarbeit durchführen, da der Hund träge und lustlos die Arbeit durchführen würde. Es ist erstaunlich, wie schnell die Annahme einer Menschenfährte durch den Hund erfolgt. Weitere Möglichkeiten die Menschenfährte für den Hund interessant zu gestalten sind den Bezug zum Führer zu verbessern und den Spieltrieb des Hundes zur Suche zu nutzen. Den Hund mit Zwang zur Fährtenarbeit zu veranlassen, ist entschieden abzulehnen!

Wie entsteht eigentlich eine Fährte?

Die Fährte entsteht dadurch, dass ein Mensch mit seinen Füssen den Erdboden berührt und hierbei die Erde verletzt. Gras und anderen Pflanzen sowie die Mikrokulturen, also kleine Lebewesen, werden zerquetscht. Dadurch entsteht Geruch. Dazu kommt ein wichtiger Faktor der Geruchsbildung; der einem jeden Menschen anhaftende Geruch. Dieser wird bei jedem Schritt in einer gewissen Menge durch das Schuhwerk herausgepresst, und zwar in Form von Fußschweißabsonderungen. Diesen Duft bezeichnet man als Regionalgeruch. Weitere geruchliche Merkmale finden wir in den Beigerüchen, wie Leder, Gummi, Tabak und dergleichen.

Durch diese breite Fächerung an Gerüchen werden unterschiedliche Großmoleküle abgegeben, die sich in abgegebener Intensität im Bereich der Fährtenstrasse anlegen. Je nach Wetterverhältnissen kann dieser Prozess der Verflüchtigung lang oder weniger lang dauern. Daher stellen wir fest, dass der auszubildende Fährtenhund dieses gezeichnete Großbild durch Erfahrung gewinnt. Trieb, Reiz, Anregung, Beute, Bezug sowie das Bild – alle diese Elemente bestimmen ob ein Hund die Fährte annimmt und auch verfolgt. Der Mensch als Beute ist nicht im Instinkt, bzw. im Trieb und der Vererbung des Hundes verankert.

Instinkt und Trieb sind auf die Arterhaltung und die zu jagende Beute ausgerichtet. Somit ist der Hund in der Lage, auch ohne Ausbildung, Wildfährten verschiedenster Art zu verfolgen. Wie schon erwähnt sind die Triebvoraussetzungen in Bezug auf den Menschen nicht vererbt worden und daher müssen dem Hund durch künstliche Sinnesreize neue Erfahrungswerte bezüglich der Menschenfährte vermittelt werden. Diese Reize sollen verstärkt und mit permanenter Reizgebung intensiviert werden. Der Hund kann dadurch in die Lage versetzt werden, andere Fährten, egal welcher Art, nicht mehr zu verfolgen. Aus diesem Grund erkennen wir, wie wichtig es ist, einen auszubildenden Fährtenhund zu einer entsprechend guten Leistung zu bewegen.

Die Fährtenarbeit ist nur mit Arbeit, Geduld und Zeitaufwand zum Erfolg zu bringen.

Klaus Galuschka

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