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HERBSTPRÜFUNGEN

Kursabschluss in der Unterordnung

Hunde lieben Wasser! Hunde lieben das Apportieren! Also, warum soll man beides nicht verbinden und zu einer nützlichen Arbeit mit dem Hund ausbauen?

Gut, das mit dem Apportieren ist meinetwegen nicht jederhunds Sache, aber jeder Hund lässt sich zum Schwimmen überreden, so viel steht fest.
Meine Ylvie zum Beispiel konnte von Beginn an eine gewisse Zuneigung zum Wasser nicht leugnen (solange es nicht von oben kam), musste jedoch das Schwimmen erst lernen. Sie lag viel zu steil im Wasser, kam dadurch mit den Vorderpfoten an die Wasseroberfläche und spritzte sich somit selbst ins Gesicht, was ihr die Freude am Schwimmen gründlich verdarb. Nach und nach stellte sie sich immer geschickter an und ist jetzt ein richtiger Schwimmprofi.
Ähnlich ist die Hündin meiner Eltern, Mona. Die ist eine echte Kamikaze – ohne Rücksicht auf Verluste springt sie ins Wasser und düst hinter ihrem Spielzeug her. Das anfängliche Selbstanspritzen schien sie nicht zu bemerken…

Über die Schwimmvorlieben des Golden Retrievers meiner Schwester brauche ich glaube ich nicht viel berichten. Jeder, der die Goldies ein bisschen kennt, weiß, dass man sie oft nass und schlammig sieht. So auch Baco – dem musste man keinen Schwimmunterricht erteilen.
Genauso war es mit meiner Irmi (Cocker Spaniel): ich hatte sie gerade mal einen Tag, 4 Monate war sie alt. Mit Ylvie war ich beim Wasserrettungskurs, und da wir ein bisschen zu früh dran waren, setzte ich Irmi ans Ufer und gab ihr einen leichten Schubs. Sofort schwamm sie los, als hätte sie ihr Leben lang nichts anderes getan! Seitdem verschwindet sie in jedem Schlammloch; doch ihre größte Leidenschaft ist es, am Ufer zu stehen und nach Steinen zu tauchen!
Cara, der zweite Hund meiner Schwester ist die große Familienausnahme. Die Hündin war anfangs gar nicht ins Wasser zu bewegen, vom Schwimmen ganz zu schweigen. Wir beließen es dabei und erklärten die Sache für abgehakt. Aber, siehe da, bei einem gemeinsamen Urlaub am Meer gingen wir (4 Menschen, 4 Hunde) baden, und plötzlich schwamm Cara hinter uns her. Alleine am Ufer zu bleiben war dann wahrscheinlich doch zu viel… 
Daiquiri und Elfie, meine Shelties, zogen auch das Rudel im Wasser dem trostlosen Ufer vor und schwammen gleich hinterher. Daiquiri versucht nach wie vor, Ylvies 3m-Weitsprung ins Wasser zu überbieten.
Zu Beginn eines jeden Wasserrettungslehrganges ist immer mindestens ein Hund dabei, der noch nie geschwommen ist bzw. sogar noch nie im Wasser war. Aber in den 8 Wochen Kurs lernten bisher alle diese Hunde nicht nur schwimmen, sondern auch noch Apportierhölzer auf Kommando aus dem Wasser zu holen und dem Frauchen / Herrchen zu bringen. Das Wasser ist also kein Problem!


Der Wasserrettungskurs (WR) gliedert sich in 3 Stufen:

WR1: Ziel ist dabei, dass der Hund auf Kommando des Hundeführers (HF) ins Wasser geht, zu dem Zielgegenstand schwimmt und diesen durch Vorsitzen beim HF apportiert. Auf Kommando „Aus“ hat der Hund den Gegenstand dem HF herzugeben und ist mit dem Befehl „Fuß“ in Grundstellung zu bringen. Erst dann darf das Tier sich schütteln. Beim WR1-Kurs geht es hauptsächlich darum, dass der Hund ins Wasser geht und aus dem Wasser bringt. Daher handelt es dich bei den Zielgegenständen um normale Apportierhölzer.

WR2: Dieser Kurs nähert sich schon der Menschenrettung. Der Hund ist bei den oben angeführten Übungen schon sehr sicher und muss nun zusätzlich eine ca. 20 kg schwere Puppe aus dem Wasser holen. Dabei ist darauf zu achten, dass das Tier die Puppe am Handgelenk und nirgends sonst fasst. Bei der Bergung aus dem Wasser darf der HF dem Hund helfen.

WR3: Die Puppe wird durch einen lebendigen Menschen ersetzt. Der Hund ist nun dazu ausgebildet, Menschen auf Kommando aus dem Wasser zu retten.


Apropos Kommando: das klappt bei meiner Ylvie nicht so ganz! Zwar hatte sie als junges Tier schon den Trieb in sich, Menschen aus dem Wasser zu ziehen (an der Hand wohlgemerkt), aber sie machte das seit jeher ohne mein Kommando. Sehr zu meinem Leidwesen, denn ich kann nicht mit meinem Hund schwimmen gehen, ohne dabei meine Hände unter Wasser verstecken zu müssen – das ist sehr mühsam. Aber, keine Sorge, liebe Leser, Ylvie rettet nur Familienmitglieder!
Das aus ihr herauszubekommen hatte ich mir für den Wasserrettungskurs 2006 vorgenommen. Doch da sind wir leider auch nicht weiter gekommen. Zwar bewältigte Ylvie ihre WR3-Prüfung am 18. August 2006 mit Bravour - sogar unser gestrenger Klaus Galuschka war begeistert -, aber meine "BLEIB"-Kommandos werden nach wie vor ignoriert. Die Wasserrettung ist halt Ylvies Lieblingsdiziplin! ;-)

Eure Conny Aichhorn

 

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